Posts by "Jan Schäfer"

Halbherziger Kundendialog: Wir machen dann mal Social Media

Das Thema Social Media wird schon seit geraumer Zeit in Unternehmen diskutiert.  Denn häufig herrscht Unklarheit darüber, was Social Media eigentlich ist. Viele setzen es mit Facebook gleich, dabei ist Social Media wesentlich vielschichtiger. Wirtschaftsverbände organisieren regelmäßig Vorträge zu diesem Thema, weil es so unterschiedliche Meinungen gibt oder gar Grundlagen nicht bekannt sind.

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Beruf und Familie: Zwischen Waschmaschine, PC und Terminen

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist immer wieder Thema in den Medien. Weibliche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft werden gern als plakatives Beispiel herangezogen. Dabei schwingt unterschwellig mit, wie mühelos das von der Hand geht. Die Werbung unterstützt dieses Bild gern: Die entspannte Mama, die sich in Sekunden zur lockeren Managerin entwickelt und gegen Abend eine gutgelaunte Ehefrau spielt. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Ein Plädoyer für berufstätige Frauen mit Familie

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Disruption – eine wohlwollende Umschreibung für Krieg?

„Stell dir vor es ist Krieg …“ – das sind die ersten und wohl auch bekanntesten Worte eines Gedichts von Berthold Brecht. Verfolgt man die  Wirtschaftsnachrichten, könnte der Eindruck entstehen, dass tatsächlich Krieg herrscht – wenn das Vokabular in den Berichten nicht weicher, analytischer und emotionsloser klänge. Ein Wort taucht dabei in diesem Zusammenhang immer öfter auf: Disruption.

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Vom Wahn der ständigen Erreichbarkeit und ewiger Betriebsamkeit

„Wie? Sie sind im Urlaub nicht erreichbar? Dann müssen Sie es sich als Selbstständiger ja leisten können“, sagte ein Kunde neulich etwas vorwurfsvoll zu mir. Während eines Gesprächs erwähnte ich, dass ich zwischen den Tagen zum Jahreswechsel mein Büro zusperre und auch komplett offline gehen werde – kein Handy, keine Mails, kein Dauerfeuer durch Messenger.

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Was analog gilt, hat ebenso in der virtuellen Welt Bestand! – Der Widerspruch Realität zu Internet

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Zwei Freunde treffen sich. Der eine Freund erzählt dem anderen, dass er ein Auto kaufen möchte. Der Freund antwortet: „Kein Problem. Ich möchte meinen Wagen verkaufen. Du kennst ihn ja.“ Beide wollen das Geschäft eingehen und schauen sich das Auto an. Nach einer Inspektion und einer Testfahrt handeln beide die Bedingungen aus.

Warum funktioniert das? Beide sind in diesem Fall nicht nur Freunde, sie sind Geschäftspartner. Sie setzen auf Vertrauen. Es ist das stärkste Argument, das es gibt.

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Demografischer Wandel und Digitalisierung: Fatale Ignoranz

Auf den ersten Blick und auch faktisch betrachtet haben der demografische Wandel und die Digitalisierung nichts gemein. Dennoch gibt es Parallelen. Beide bedeuten für Gesellschaft und Wirtschaft einen tiefgreifenden, ja, radikalen Umbruch. Obwohl medial über die Entstehung, Entwicklung und nachweisbare Folgen berichtet wird, ist ein breites und erforderliches Umdenken kaum oder nur langsam spürbar. Aus Furcht, etwas zu verlieren, sich auf Neuland zu begeben und Chancen zu ergreifen für einen dringend nötigen gesellschaftlichen und damit auch wirtschaftlichen Umbau, wird diesen beiden Thematiken mit Ignoranz begegnet. Doch das ist nichts anderes als Ausdruck von Hilflosigkeit und hat nur eine Schutzfunktion – oft mit fatalen Folgen.

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Slow Tourism – Chance oder Alibi?

Wie so oft wehte aus den USA ein neuer Trend nach Europa: Slow Tourism. Das steht für touristische Entschleunigung, Enthaltsamkeit, Ruhe und für „Weniger ist mehr“. Mit dem Trend entstehen neue Begriffe wie „Staycation“. Damit ist nichts anderes gemeint als der Verbleib in der eigenen Region statt des Super-Urlaubs in der Ferne. Staycation leitet sich von „stay at home“ und „vacation“ ab. Die Botschaft lautet: Es braucht wenig, um sich zu erholen.

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Du schönes Europa, was ist aus dir geworden?

Mit jeder Schlagzeile, die fast täglich über dich erscheint, ergraust du mehr und mehr. Du verlierst an Glanz, der dich einst ausmachte. Was haben wir europaweit gefeiert, als sich die Grenzen, neben Waren und Finanzen, auch für deine Bürger öffneten. Hässliche Stacheldrähte, Minen und scharfe Kontrollen verschwanden. Langsam wuchsen Gräben zu. Ein grünes, lebendiges Band begann West und Ost, Nord und Süd zu verbinden. Deine Vision zog Staaten und Völker an. Beethovens „Ode an die Freude“ erschallte vielerorts in Europa. Mit großem Akt wurde deine Währung in vielen Staaten eingeführt. Was die Vordenker Europas, von Charles de Gaulle, über Konrad Adenauer bis Alois Mock, auf den Weg brachten, fand 1992 in den Verträgen von Maastricht Ausdruck. Dein blaues besterntes Banner wehrte fortan neben den Fahnen der Mitgliedsstaaten.

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