Ökologische Drucksachen schaffen Mehr-Wert

Digitalisierung, Umweltschutz sowie soziale Verantwortung sind kein Widerspruch

Immer mehr Produkte sind mit Zertifikaten wie FSC, PEFC sowie Umweltsiegeln ausgezeichnet. Die Frage nach dem praktischen Nutzen stellt sich. Was ist der Mehrwert? Lohnt sich ein Umdenken, wenn konventionelle Produkte genauso ihren Zweck erfüllten?

Die Druckbranche hat sich seit den Zeiten des Bleidrucks erheblich gewandelt. Druckverfahren haben sich geändert, die Digitalisierung macht die Produktion sowohl schneller als auch effektiver. Es gibt eine Vielzahl neuer Materialien, die bedruckbar sind. Neue Berufsbilder entstanden, andere sind bis auf Ausnahmen verschwunden. Neben diesem technischen Fortschritt, der eine immer besser werdende Qualität garantiert, gerieten auf der anderen Seite die Preise unter Druck – schlussendlich auch zulasten von Umwelt und Menschen. GreenPrint Osttirol entschied sich einen anderen Weg einzuschlagen, der der Umwelt, dem Menschen und nicht zuletzt dem Produkt selbst zugutekommt. Ökologisch zu denken und zu handeln bringt auf verschiedensten Ebenen den entscheidenden Mehrwert, der sich für den Konsumenten indirekt oder direkt auswirkt.

Der zentrale Aspekt zielt auf Nachhaltigkeit ab. Papiersorten, die mit dem FSC oder PEFC gekennzeichnet sind, weisen auf nachhaltige Forstwirtschaft hin. Betriebe, aus denen das Holz zur Papierherstellung stammt, verpflichten sich zur Wahrung und ebenso Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen, damit der Wald auch in Zukunft erhalten bleibt. Der Mensch braucht den Wald als Rohstofflieferant, als entscheidenden Klimafaktor und zur Erholung.

Das österreichische Umweltzeichen umfasst die angesprochenen Aspekte ebenfalls, geht jedoch über diese Punkte hinaus: Produkte und Betriebe, die mit diesem Zertifikat ausgezeichnet sind, betreiben keine umweltbelastende Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Gebrauchsgütern. Die Kriterien beziehen den Betrieb in seiner Gesamtheit ein. Das beginnt bei der Gebäude- und Anlagenreinigung, geht über den Energieverbrauch und führt hin bis zur vollen Recycelfähigkeit der Produkte. Es ist eine freiwillige Verpflichtung diese höchsten Umweltstandards einzuhalten.

GreenPrint Osttirol ist u. a. das österreichische Umweltzeichen verliehen worden. Im Druckprozess werden ausschließlich FSC und PEFC zertifizierte Papiere verwendet. Neben besonders energiesparenden Druckmaschinen werden keine umweltschädlichen Farben verwendet. Diese können in einem sogenannten „Deinkprozess“ wieder vom Papier gelöst werden.

Die dadurch gewonnenen Rückstände dienen im Baugewerbe wiederum als Füllstoffe. Durch eine hocheffiziente Technik werden Reinigungszyklen der Maschinen, wie bei herkömmlichen Verfahren vermieden. Die Mitarbeiter sind außerdem keinen chemischen Prozessen ausgesetzt. Darüber hinaus belasten die verwendeten Stoffe nicht die Umwelt.

Beim Kauf dieser Produkte trägt der Verbraucher aktiv dazu bei, dass Werte wie Nachhaltigkeit, Regionalität und Umweltschutz eingehalten werden können. Ferner zahlt sich die freiwillige Selbstverpflichtung auch direkt für den Verbraucher aus: Der Kontakt mit dem Gedruckten ist gesundheitlich unbedenklich. Zwar sind die Zeiten des Bleidrucks längst Vergangenheit, gleichwohl gibt es bei konventionellen Druckverfahren noch immer zahlreiche Schadstoffe, die als Gesundheitsrisiko gelten. Oft sind diese Stoffe ebenfalls auf Gedrucktem enthalten.

Für den Geschäftskunden bedeutet die durchgehende Zertifizierung zusätzlich, dass nachhaltige Druck-Erzeugnisse problemlos und ohne zeitaufwendige Prüfungsverfahren geordert werden können. Neben ausgezeichneter Qualität erhalten Unternehmen die Garantie, ökologisch verbriefte Produkte zu erhalten. Ferner senken Betriebe ihren eigenen CO²-Fußabdruck, durch CO²-Kompensierung in der Zusammenarbeit mit Unternehmen wie GreenPrint Osttirol. Mit dem Aufbringen des österreichischen Umweltzeichens signalisiert der Kunde ebenso, dass er seine ökologische Verantwortung auch bei externen Prozessen wahrnimmt.

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