Cold Brewed oder French Pressed Coffee? Eine Frage der Zeit und des Geschmacks

Da hat mich doch Facebook (Werbung) und die Firma „Inspired Lifestyle“ mit einem für mich prädestinierten Produkt voll erwischt: Der „Arctic Kaffeemaschine“. Irgendwie erinnert mich das Design an ein Kolbengefäß aus dem Labor. Die Kombination aus Kolbengefäß mit Kaffee in jedweder Form finde ich sehr gelungen. Es regt schlussendlich die Lust am Experimentieren an – welche Kaffeesorten nehme ich, mit welchem Mahlgrad, zu welchem Mischverhältnis von Robusta- zu Arabicabohnen greife ich und wie viel „Zauberpulver“ kann ich verwenden, um den persönlichen Geschmack zu treffen. Ich hatte schon zuvor viel Zeit damit verbracht, Kaffee in all seinen Facetten zu erforschen, doch das hat mich fasziniert.

Das Produkt „Arctic Kaffeemaschine“ wird dazu verwendet, um cold brewed coffee (also kalt gebrühten Kaffee) herzustellen. Dieser Trend ist derzeit so ziemlich in jedem Coffeeshop zu finden, natürlich auch in diversen privaten Variationen. Dabei werden die gemahlenen Bohnen mit kaltem Wasser übergossen.

Danach kommt das Gebräu in den Kühlschrank. Das Ganze muss für mindestens 12 Stunden ziehen – erst dann hat man seinen kaltgebrühten Kaffee. Es ist im Video von Arctic sehr gut ersichtlich, wie der Prozess funktioniert. Dabei erinnert die Herstellung eher an die Zubereitung von Tee – nur dass hier kaltes Wasser verwendet wird. Mit dem so gewonnenen Konzentrat können schließlich die unterschiedlichsten Kaffeekreationen gemischt werden. Entweder mit heißem Wasser übergießen, um den Kaffee regulär genießen zu können. Oder mit Mandelmilch mischen? Oder vielleicht mit Tonic Water?  Diese Variante muss ich allerdings erst selber ausprobieren.

Über diesen Link sind einige der ungewöhnlichen Rezepte zu finden: https://www.coffeeness.de/cold-brewed-coffee/#Cold_Brew_Rezepte

Vorteil soll laut Video sein, dass man auf diese Weise ein Konzentrat für ca. eine Woche herstellt und damit für einige Tage seinen Koffeinspiegel halten kann.

Wie schon deutlich wurde, gibt es wesentliche Unterschiede zu einer normalen Zubereitung des Kaffees. Erstens: Es dauert deutlich länger. Zweitens: Da der Kaffee so ganz andere Aromen entwickelt, ist es ein völlig anderes Geschmackserlebnis. Der Geschmack geht eher in eine fruchtigere Richtung. Das ist jedoch auch von den verwendeten Kaffeesorten abhängig. Drittens: Die Zubereitung und die Möglichkeiten sind erheblich spannender, als bei der gewöhnlichen Art und Weise sich einen Kaffee zu machen.

Wer als Hobby-Barista cold brewed coffee ausprobieren möchte, der sollte sich so einen Kaffeekolben bestellen und experimentieren. Wem das zu suspekt oder zu aufwendig ist, dem bleibt noch immer der Vollautomat oder der gute alte french pressed coffee.

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