Posts published on "September 2017"

Cold Brewed oder French Pressed Coffee? Eine Frage der Zeit und des Geschmacks

Da hat mich doch Facebook (Werbung) und die Firma „Inspired Lifestyle“ mit einem für mich prädestinierten Produkt voll erwischt: Der „Arctic Kaffeemaschine“. Irgendwie erinnert mich das Design an ein Kolbengefäß aus dem Labor. Die Kombination aus Kolbengefäß mit Kaffee in jedweder Form finde ich sehr gelungen. Es regt schlussendlich die Lust am Experimentieren an – welche Kaffeesorten nehme ich, mit welchem Mahlgrad, zu welchem Mischverhältnis von Robusta- zu Arabicabohnen greife ich und wie viel „Zauberpulver“ kann ich verwenden, um den persönlichen Geschmack zu treffen. Ich hatte schon zuvor viel Zeit damit verbracht, Kaffee in all seinen Facetten zu erforschen, doch das hat mich fasziniert.

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Apple – Smartwatch – Diabetes – Gesundheit

Smartwatches sind derzeit noch ein „nettes Gimmick“. Doch sie fangen langsam an, den reinen Fitnesstrackern Konkurrenz zu machen. Die Betonung liegt allerdings auf langsam. Denn: Es ist noch immer der „Flaschenhals“ Akkulaufzeit, der ein Problem darstellt. Wer will schon seine Uhr täglich aufladen und das ohne wirklich großartigen Mehrwert? Das Mii-Band von Xiaomi beispielsweise kostet gerade einmal um die 30 Euro und hat eine wesentlich längere Akkulaufzeit. Im Vergleich dazu beginnt eine Apple Watch bei 319 Euro (Series 1).

Jedoch könnte den Smartwatches durch den Gesundheitssektor der endgültige Durchbruch gelingen. Nach unbestätigten Berichten zufolge arbeitet Apple an einer Methode, mit der über die Apple Watch der Zuckergehalt im Blut regelmäßig kontrolliert werden kann. Für Betroffene mit Diabetes würde dies bedeuten, dass es von diesem Zeitpunkt an nicht mehr notwendig ist, sich ständig in den Finger zu „pieksen“, um das Blut zu analysieren. Auch Google und andere Unternehmen, wie das Fraunhofer Institut, arbeiten an neuen Technologien zur Bestimmung des Blutzuckers. Anders als bei Apple soll bei einer dieser Methoden der Zuckergehalt mittels einer Kontaktlinse über die Tränenflüssigkeit gemessen werden.

Gerade der Gesundheitsbereich ist für Smartwatches prädestiniert. Viele Analysen und Kontrollen sind auf diese Weise möglich und können direkt an den Arzt gesendet oder einem Archiv zur Verfügung gestellt werden. Dies schafft ideale Grundlagen für Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten. Natürlich sollte hier der Faktor „Gläserner Patient“ nicht außer Acht gelassen werden. Dennoch kann dies für viele chronisch Kranke eine enorme Erleichterung und Vereinfachung des Alltages darstellen.

Um weiter beim Beispiel Diabetes zu bleiben: Bei einem gesunden Menschen erfüllt die Bauchspeicheldrüse die Kontrolle des Blutzuckers und regelt diesen mithilfe von Insulin oder Glucagon (bei Unterzucker). Bei Patienten mit Diabetes übernimmt die Bauchspeicheldrüse diese Funktion nicht mehr. Das heißt, es muss ständig manuell nachkontrolliert werden. Das ist für die Patienten ein mühsamer Prozess. Es erfordert akribische Kontrolle und eine genaue Dokumentation der Daten. Wenn dieser Teil entfällt und ein technisches Gerät genaue Informationen liefert, wie sich die Werte verändern und welche Handlungen zu setzen sind –  dann wird quasi durch Technik eine wichtige Funktion der Bauchspeicheldrüse wiederhergestellt. Bei einer zu hohen Blutzuckerkonzentration muss vom betroffenen Patienten nur noch die entsprechende Menge Insulin injiziert werden. Das bedeutet für die Betroffenen einen Gewinn an Lebensqualität, weil es mühevolle Arbeit erspart.

Vermutlich wird die Firma, die solche Sensoren in eine Smartwatch integriert, den Gesundheitsmarkt kräftig aufmischen. Zum Hintergrund sollte man wissen: Allein Diabetes verursacht laut Harvard T.H. Chan global Kosten in der Höhe von 825 Milliarden Dollar, . Daher darf die Smartwatch auf keinen Fall als reines Produkt für den „Consumer“-Bereich gesehen werden. Sie ist ebenfalls für Krankenkassen interessant. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass medizinische Geräte sehr kostenintensiv sind. Bisher steht entsprechende Sensorentechnik selbst in der Kombination Smartphone und Smartwatch nur zu einem Bruchteil zur Verfügung.

Der Gesundheitsbereich in Bezug auf Hardware, Software bzw. Apps wird in den nächsten Jahren viele neue Entwicklungen hervorbringen. Die Schlagworte sind hier Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Letzten Endes ist es als eine Bereicherung zu bewerten, wenn die Lebensqualität kranker Menschen durch Technik verbessert wird –  allerdings gilt es, wie schon erwähnt, den Datenschutz kritisch zu hinterfragen und den Herstellern klare Vorschriften zu geben, um Mißbrauch vorzubeugen. Denn hier würde es mitunter Personen treffen, die auf der einen Seite enorm von der Technik profitieren und auf der anderen Seite einen extrem hohen Preis in der Form von hochsensiblen Daten dafür bezahlen. Hier sind gleiche Voraussetzungen einzuhalten wie bei Notfallpatienten. Eine stabile rechtliche Grundlage ist daher unabdingbar.

Photo by Lilly Rum on Unsplash

Quellen:
Stadt Bremerhaven – nicht invase Methode zur Blutzuckermessung
Stadt Bremerhaven – Smartwatch Marktanteil
Futurezone
9to5Mac

Apple.at